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The DorchesterDas The Dorchester wurde 1931 auf dem Grundstück eines Herrschaftshauses aus dem 18.Jahrhundert eröffnet. Die Lage direkt am Hyde Park hat von Beginn an Sportler, Schauspieler und Literaten angezogen. Aber auch der Adel wusste das Dorchester zu schätzen. So gaben hier 1947 Prinzessin Elisabeth und Prinz Philip eine Diner-Party, bevor sie heirateten. Heute ist das Haus auch Namensgeber der kleinen Luxushotel-Gruppe Dorchester-Collection, zu der so illustre Namen wie das Le Meurice, das Plaza Athénée und das Le Richemond gehören.

The Dorchester, 1930er Jahre



The DorchesterDas Dorchester serviert den Afternoon Tea im zentralen und langgezogenen Raum anschliessend an die Eingangshalle namens The Promenade. In diesem Herzstück des Hauses heisst das Motto: Sehen und gesehen werden. An diesem Sonntagabend im Oktober 2011 zieht uns nicht der Tee, ob drei oder fünf Minuten sei dahingestellt, an.

The DorchesterSo promenieren wir durch den langgezogenen Raum, um am Schluss zur integrierten The Promenade Bar zu gelangen. Zwischen der Bar und der Promenade steht ein Flügel, an dem eine Pianistin spielt. Von unserem Barhocker überblicken wir das gesamte Lokal.

The DorchesterHier werden wir von einem italienischen Bartender bedient, der schon in Silvaplana gearbeitet hat und uns deshalb als Schweizer outet. Wir bestellen zwei Martinis mit Hendrick’s Gin (£ 18.-). Er fragt nach Olive or Twist. Wir verlangen Cucumber.

The DorchesterDer Drink könnte eine Spur kühler sein, ist aber sonst o.k. Wir erhalten eine Nussmischung und als Spezialität aromatische Oliven, die mit Mandeln gefüllt sind. Abgerundet wird der Service mit Stoffservietten und einer kleinen Fotosession. Pro Aufnahme verlangt der italienische Bartender fünf Pfund, zumindest symbolisch.       

The Dorchester, The Promenade



The DorchesterThe Bar at the  Dorchester hat einen separaten Eingang, den man direkt von der Strasse erreichen kann. Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit, via Hoteleingang in die Bar zu gelangen. Dies empfiehlt sich sogar, da die Bar schon mehrere Renovationen hinter sich hat und somit nicht den Orignial-Dorchester-Stil präsentiert, der sich in der Eingangshalle oder der Promenade noch in alter Pracht darstellt. Die Bar-Renovation aus dem Jahre 2006 ist aber geglückt.

The Bar at the DorchesterDie warmen Farbtöne und edlen Materialien bilden den Rahmen für eine echte American Bar. Die Sofas und Barhocker sind in Mahagoni gefertigt und mit Stoff bezogen. Wir bestellen bei der freundlichen Serviceangestellten zwei Martini-Cocktails mit Tanqueray No.10 Gin. Die Drinks werden in einem edlen Glas mit spezieller Schalenform serviert. Dazu gibt es Oliven, Nüsschen und Salzgebäck.

The Dorchester, Bar in den 1990er Jahren



Dorchester HouseAuf dem Grundstück des heutigen Hotels lässt Robert Stayner Holford, ein wohlhabender Landbesitzer und Kunstsammler, im Jahr 1853 ein imposantes Herrenhaus mit grosszügigem Park erstellen. Seinem Architekten Lewis Vulliamy, der sich einen Namen mit Kirchenbauten gemacht hat, gibt er den Auftrag, für seine Kunstsammlung einen adäquaten Rahmen zu schaffen. So entwirft dieser ein herrschaftliches Treppenhaus, das als Galerie dient.

Dorchester HouseEine luxuriöse Bibliothek nimmt die Buchsammlung des Hausherrn auf. Nach dessen Tod vermietet der Sohn das Gebäude dem amerikanischen Botschafter. In dieser Zeit kann das Dorchester House so illustre Gäste wie König Edward VII und den Präsidenten Theodore Roosevelt empfangen. Sie werden während des 1.Weltkriegs von verwundeten Soldaten abgelöst, die hier medizinische Betreuung finden. Nachdem der Sohn Sir George Holford stirbt, wird das Gebäude an die Gordon Hotels Ltd. verkauft und 1929 abgerissen.

Dorchester House



The Dorchester, 1931Der Geschäftsführer von Gordon Hotels, Sir Frances Towle und der Besitzer einer Baufima, Sir Robert McAlpine, schliessen sich zusammen, um auf dem erworbenen Grundstück ein modernes Hotel, das Luxus und neueste Technologie vereint, zu bauen. Sie engagieren Owen Williams (1890-1969), Ingenieur und Spezialist für Stahlbetonbauten, und William Curtis Green (1875-1960), Architekt verschiedener repräsentativer Gebäude in der Innenstadt Londons. Um im Parterre des neuen Hotels grosse Innenräume ohne Stützpfeiler realisieren zu können, wählen sie eine über 90 Zentimeter dicke Stahlbeton-Decke. Darauf werden in nur zehn Wochen die acht Stockwerke mit den Zimmern gebaut. Am 18.April 1931 kann das neue Gebäude mit einem Gala-Essen als Dorchester-Hotel eröffnet werden. Das für damalige Verhältnisse moderne Haus wird schnell zu einem Lieblingsplatz der englischen High Society. Der imposante Ballsaal ist oft ausgebucht.


The Ballroom, The Dorchester




Sandsäcke vor dem Dorchester, 1940Der robuste Stahlbetonbau verhalf dem Haus während des 2.Weltkriegs zur Karriere als luxuriösester und sicherster „Bunker“ von London. So logieren in diesen düsteren Jahren Minister und Diplomaten, aber auch Winston Churchill und General Dwight D.Eisenhower in den relativ sicheren Mauern des Dorchester-Hotels. Und in den Jahren nach dem Krieg profitiert das Haus von den Wohltätigkeits-Bällen der Hilfsorganisationen, die oft im Dorchester stattfinden.          

Dorchester-Angestellte mit Feuerwehrmännern, 1940



Alfred Hitchcock und Ingrid BergmanZu den Stammgästen des Hotels zählte Alfred Hitchcock. In seiner Fantasie gab dieses Haus den idealen Platz für einen Mord ab, da vor seinem Eingang genügend Erde zum Verscharren der Leiche vorhanden sei. Und für den Master of Suspense lagerte in der Bar immer genügend Gin für den Martini.

Cary Grant und Ingrid Bergman im Dorchester



The Dorchester, Suite 1950er JahreIm Jahr 1953 expandiert das Dorchester in die Deanery Street. Es werden dreissig Zimmer und Suiten hinzugefügt. Das Hotel kann Oliver Messel (1904-1978), einen englischen Künstler und Bühnenbildner, für die Ausgestaltung der neuen Suiten gewinnen.

The Dorchester, Suite 1950er JahreMessel schöpft aus dem vollen Arsenal seiner Fantasie. Es entstehen extravagante Räume, die Rokoko und Moderne miteinander vermischen. Die noch heute bestehende Oliver Messel Suite steht unter Denkmalschutz.

Oliver Messel



Dorchester-Küchenmannschaft mit Anton Mosimann (vorne Mitte)Mit 28 Jahren startet Anton Mosimann 1975 seine legendäre Karriere im Dorchester. In den 13 Jahren als Küchenchef wird das Restaurant mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnet, was ausserhalb Frankreichs unüblich ist.

The Dorchester, The Grill



The Dorchester1988 wird das Hotel für zwei Jahre geschlossen, um eine grosse Renovation durchzuführen. Die Promenade, der traditionelle Grill Room und die Oliver Messel Suite werden fachkundig restauriert, die Zimmer auf den neuesten Stand gebracht. Dem Zeitgeist entsprechend wird ein Spa und ein orientalisches Restaurant integriert. Im November 1990 kann das Dorchester neu eröffnet werden. Der Erfolg stellt sich sofort wieder ein. Im Jahr 2011 wird von der Dorchester-Collection vis-à-vis des Stammhauses das Boutique Hotel 45 Park Lane eingeweiht.


The Dorchester, Suite 1950er Jahre



The DorchesterRestaurants: The Grill  - britische Küche, Alain Ducasse – französische Küche, China Tang – chinesische Küche, The Promenade – Afternoon Tea, The Bar; Zimmer: 250 Zimmer & Suiten; Adresse: The Dorchester, 53 Park Lane, London W1K 1QA /  http://www.thedorchester.com/

The Dorchester




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