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Brown's HotelIm Jahre 1837 eröffnete James Brown zusammen mit seiner Frau im Zentrum des Mayfair-Viertels eines der ersten Hotels von London: Brown’s Hotel. Lesen Sie unsere Berichte aus dem Restaurant Albermale. Eine ausführliche historische Würdigung folgt zu einem späteren Zeitpunkt.


The Albermale, Brown's HotelBei unserem aktuellen Besuch im Oktober 2011 in London haben wir das Restaurant des Brown’s Hotel zweimal besucht. Warum? Uns gefällt die Atmosphäre in dem sehr englischen Lokal mit den edlen Holzwänden, den grünen Sofas und den vielen Kerzen, die zum Diner angezündet werden. Der gediegene Service, die grosszügigen Platzverhältnisse, der freundliche Service und das ausgeglichene Preis/Leistungsverhältnis sind weitere Pluspunkte, die für dieses Lokal sprechen. Nicht vergessen will ich die separate vegetarische Speisekarte, die allerdings in London heute bei vielen Erstklasshotels zum guten Ton gehört. Das Restaurant The Albermale bietet nicht nur Köstlichkeiten aus der Küche auf den Tisch, sondern auch Kunst von britischen Künstlern an den Wänden. Unser Ecktisch wird von einem Panorama-Bild ohne Titel von Fiona Rae überlagert. In die andere Richtung stehen wir unter scharfer Beobachtung durch das „Eyescape“ von Rankin.

Brown's HotelWährend wir für unseren Besuch am Sonntagabend nicht reservieren, wollen wir für Freitagabend auf Nummer sicher gehen. Bei unserem Reservationsbesuch am Mittag stellen wir überrascht fest, dass sowohl das Restaurant wie die Bar voll besetzt sind. Das im Herzen von Mayfair gelegene Hotel scheint am Mittag sehr beliebt zu sein. Bei unseren Diners werden wir wieder sehr freundlich willkommen geheissen, die Tische werden weit nach vorne gezogen, damit wir uns bequem platzieren können. Warmes Brot und offene Butter stehen schnell bereit. Am ersten Abend bedient uns ein italienischer Kellner aus Lecce. Seine Arbeitsstationen führten ihn über das Badrutt’s Palace in St.Moritz zum Dorchester und Ritz in London.


Brown's HotelEr empfiehlt von der vegetarischen Speisekarte die Kartoffelpfanne „Pan haggerty“ (£ 10.50). Dieses Gericht sei immer erhältlich und werde oft bestellt - ein Klassiker von der vegetarischen Karte des Brown’s. Dieses Gericht mundet wirklich vorzüglich und erinnert den helvetischen Gaumen an die Heimat: Geraffelte Kartoffeln werden lagenweise mit Käse und Zwiebeln geschichtet und ergeben eine delikate und nahrhafte Speise.

Brown's HotelProbiert haben wir auch „Bubble & squeak“ (£ 12.50):  Auf einem kleinen Gemüserondell wird ein pochiertes Entenei gelegt und mit einer Sauce Hollandaise überzogen. Von der Weinkarte wählen wir eine Flasche Barbera La Raia (£ 34.-), der sehr gut zu unseren Gerichten passt und eine Spur kühler serviert werden dürfte.

Brown's HotelAus der Dessertkarte probieren wir auch einen Klassiker: Brown‘s ginger parkin“ (£ 6.50), ein noch warmer Ingwerkuchen – typisch englisch und nicht jedermanns Sache. Viel umgänglicher präsentiert sich ein Schokoladenpudding mit Eiscreme aus weisser Schokolade (£ 6.75).

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The Donovan Bar, Brown's HotelAls wir bei unserem Besuch im Frühling 2009 mittags den Tisch im Restaurant reservieren, schauen wir schnell in die Donovan Bar rein. Sie ist sehr dunkel und in schwarz-weiss gehalten. Die Wände zieren Schwarz-Weiss-Fotos des englischen Fotografen Terence Donovan. Am Abend werden wir freundlich willkommen geheissen und dürfen uns den Tisch selbst auswählen. Der aufmerksame Kellner zieht den gewählten Tisch nach vorne, damit wir auf der gemütlichen grünen Ledereckbank bequem Platz nehmen können.

Brown's HotelKaum hingesetzt, wird uns Tablewater aus der Karaffe angeboten. Der Chef de Service nimmt die Bestellung entgegen, erklärt uns, dass der Blue–Monday-Käse in der Vorspeise auf den Beatles-Song Bezug nimmt und am ehesten mit dem italienischen Gorgonzola verglichen werden kann. Schon wird uns ganz frisches Brot und offene Butter serviert. Auch der Burgunder, der glasweise bestellt werden kann, steht schon auf dem Tisch. Wir probieren den Rotwein und sind sehr zufrieden. Nun bringt uns der Kellner den Chicoree-Salat mit dem englischen Käse und einer feinen Salatsauce.

Brown's HotelAls Hauptgang erhalten wir eine Spinat-Omelette mit biologischen Burfordeiern. Als Dessert wähle ich einen Chocolat-Pudding. Wie selbstverständlich wird auch Manjulta ein Dessertbesteck hingelegt. Inzwischen sind einige Tische besetzt. Sofort kommt weiteres Servicepersonal zum Einsatz. Der noch warme Pudding ist einfach himmlisch und zergeht auf der Zunge! Obwohl wir keinen Kaffee bestellen, erhalten wir noch als Friandise hausgemachte Chocoladen-Truffes.

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Agatha Christie: At Bertram's Hotel Bevor das Ehepaar Brown 1837 ihr Hotel eröffnet, arbeitet es vorher als Butler und Hausangestellte für Lord Byron. Sie wollen mit ihrem eigenen Haus einen Platz gründen, bei dem Komfort, Diskretion und unauffälliger Service garantiert sind. Diese Vorgaben rückten 170 Jahre später die neuen Besitzer „The Rocco Forte Collection“ bei ihrer umfassenden Renovation wieder in den Vordergrund. Inzwischen sind 117 Zimmer in elf Georgianischen Stadthäusern untergebracht. Übrigens schrieb Rudyard Kipling sein bekanntes „Dschungelbuch“ im Brown’s Hotel und auch Agatha Christie wusste das Haus für ihren Hotel-Krimi "At Bertram's Hotel" zu schätzen.

Brown's Hotel, Zimmer 1980er Jahre



Restaurants: HIX at the Albermale – British Food, The English Tea Room, The Donovan Bar; Zimmer: 88 Zimmer & 29 Suiten; Adresse: Brown’s Hotel, Albermale Street, London W1S 4BP / http://www.brownshotel.de/

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