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L'Hotel Fouquet's Barrière ParisDas L'Hotel Fouquet’s Barrière links liegen zu lassen, da es ursprünglich nur ein bekanntes Pariser Restaurant und kein Hotel war, wäre schade. Die originelle Fassadengestaltung durch Architekt Edouard François und das opulent-verspielte Innenleben durch den Innenarchitekten Jacques Garcia in Szene gesetzt, sind auf jeden Fall sehenswsert. 


L'Hotel Fouquet's Barrière ParisBeim erstmaligen Betreten dieses Hauses wäre ein Doorman nicht unpassend. Als erstes treffen wir auf ein surrealistisch-überlanges Sofa, hinter dem sich eine Treppe versteckt. So suchen wir ein Schild oder eine Person, die uns den Weg in die Bar weisen kann. An der Rezeption, die sich hinter dem Treppenaufgang versteckt, finden wir eine sehr freundliche Empfangsdame, die uns zur besagten Treppe begleitet und den Weg nach oben weist.


L'Hotel Fouquet's Barrière ParisHier treffen wir auf die lichtdurchflutete Bar Le Lucien, die sich bei schönem Wetter vollständig zum Innenhof öffnen lässt. Wir werden ebenfalls freundlich empfangen und darauf hingewiesen, dass es draussen im Moment leider keinen freien Platz hat. So dürfen wir uns dafür drinnen auf einem grosszügigen Sofa platzieren. Die Bar ist in warmen Farbtönen gehalten und es wurden edle Materialien verwendet. Auffällig präsentieren sich die goldfarbigen Säulen. Zum Gesamtbild passt die Loungemusik in angenehmer Lautstärke.

L'Hotel Fouquet's Barrière ParisWir studieren die Barkarte,  die sehr wenige Gin-Marken aufweist. So bestellen wir unsere Martini-Cocktails mit dem überall erhältlichen Bombay-Gin (EUR 24.-). Der Martini wird in einem edlen hochstieligen Glas serviert, das völlig unpassend auf einen tellerförmigen Untersatz gestellt wird, auf dem es absolut keinen Halt hat. Das Glas ist reichlich gefüllt, der Cocktail kalt und trocken, so wie wir ihn mögen. Dazu werden kleine schwarze Oliven gereicht, die ein dezentes und angenehmes Aroma aufweisen. Der absolute Hammer stellen aber die Cashew-Nüsse mit Trüffelgeschmack dar. Sie gehen weg, wie frische Brötchen! Ein wirklich tolles Angebot im ansonst immer gleichen Einerlei der Drinkbegleiter.

L'Hotel Fouquet's Barrière ParisDer Servicemitarbeiter fragt uns mehrmals, ob wir zufrieden sind und stellt sich freundlicherweise auch als Fotograf zur Verfügung. Von unserem Sofa aus geniessen wir den Ueberblick über die gesamte Bar und die Terrasse.

L'Hotel Fouquet's Barrière ParisWie bereits im neuen Le Royal Monceau stelle ich fest, dass sich in diesem modernen Ambiente ausnahmslos korrekt gekleidete Damen und Herren aufhalten, ganz im Unterschied zu einigen historischen Grandhotels. Auch hier scheint sich bei den Herren der Anzug ohne Krawatte durchgesetzt zu haben. So sind sie mit einer modischen Krawatte eher daneben, mit einer klassischen sicher nicht daneben behangen.

L'Hotel Fouquet's Barrière Paris



LeRoy Neiman: Le Fouquet's ParisWährend sich das neue Shangri-La Hotel im ehemaligen Stadtpalais eines Grossneffen von Napoleon einquartierte und somit auch aus historischer Sicht eine Delikatesse darstellt, finde ich über das ehemalige Gebäude des Hotels Fouquet’s Barrière an der Avenue George V keine nennenswerten Informationen. Bekannt ist natürlich 
die Brasserie Le Fouquet’s mit ihrer Terrasse auf die Avenue des Champs-Elysées. Sie geht auf den Namensgeber Louis Fouquet
zurück, der das Gourmet-Lokal 1899 gründet.


L'Hotel Fouquet's Barrière ParisSeit 1998 gehört das Restaurant zur Groupe Lucien Barrière, die auch das Hotel in Auftrag gibt, das 2006 eingeweiht werden kann. Die französische Gruppe betreibt weitere Hotels in Frankreich und besitzt mehrere Casinos. Nachdem die Tochter des Gründers Lucien Barrière (1923-1990) an den Folgen eines Flugzeugabsturzes stirbt, leitet ihr Mann Dominique Desseigne die Gruppe. Er gehört zu den reichsten Männern Frankreichs und ist mit Nicolas Sarkozy befreundet.


L'Hotel Fouquet's Barrière ParisWährend die Fassade an der Ecke Avenue des Champs-Elysées und Avenue George V mit dem traditionellen Restaurant Le Fouquet's  im klassischen Haussmann-Stil daherkommt und seit 1990 unter Denkmalschutz steht, wird sie an der Rue Vernet mit einer modernen Interpretation unterbrochen. Dieses Intermezzo ist zugleich Vorspiel für das moderne Finale an der Ecke Rue Quentin Bauchart. Dieses Eckhaus stammt aus den 1970er Jahren.

L'Hotel Fouquet's Barrière ParisHier werden die künstlichen Haussmann-Fassaden mit grauen Betonplatten neu interpretiert. Die „alten“ Fenster sind zubetoniert, während die neuen Fenster beliebig in der Fassade hangen. Der Pariser Architekt Edouard François gestaltete nicht nur diesen äusseren Teil des Gebäude-Blockes, seine Haussmann-Interpretationen kommen auch in den Innenhöfen zum Zug.


Jacques GarciaWährend sich Edouard François mit einer grünen Plastiktüte über den Kopf gestülpt „inkognito“ fotografieren lässt, setzt sich der an diesem Projekt beteiligte Innenarchitekt Jacques Garcia gerne stilgerecht in Szene. So verschmilzt die Selbstdarstellung dieser beiden Architekten auf wundersame Weise mit ihrem Werk. Hier die verspielte Betonfassade, dort das mit edlen Materialien und warmen Farbtönen im opulenten Stil ausgestattete Haus.

L'Hotel Fouquet's Barrière Paris



Restaurants: Restaurant Le Diane – französische Gourmetküche, Le Fouqet’s – legendäre Brasserie, Bar Le Lucien; Zimmer: 67 Zimmer & 40 Suiten; Adresse: L’Hotel Fouquet’s Barrière, 46, Avenue George V, F-75008 Paris / http://www.fouquets-barriere.com/ 


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