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Waldorf Astoria BerlinDas Waldorf Astoria Berlin wurde im Januar 2013 eröffnet. Damit gilt es in einer Stadt wie Berlin schon fast als historisch. Zumindest kann es sich mit seinem bekannten Namensgeber in New York schmücken, das auf eine lange Geschichte zurückblickt. Das 118 Meter hohe Gebäude wirkt je nach Blickrichtung filigran, jedoch nicht protzig. Auf dem Grundstück stand vor dem Krieg der Gloria-Palast, gestaltet wie ein Grandhotel.  

Waldorf Astoria Berlin



Waldorf Astoria BerlinDie Empfangshalle aus zum Teil schwarzem Marmor bildet zum ersten Stock eine Galerie. In dieser lichtdurchfluteten Halle sollte, Gäste vorausgesetzt, Grandhotel-Stimmung aufkommen. Am frühen Abend sind wir weit und breit die einzigen Besucher. Das Gourmetrestaurant Les Solistes und die Lang Bar befinden sich im oberen Stock.

Waldorf Astoria Berlin



Waldorf Astoria Berlin, Lang BarDer Bar-Name nimmt Bezug auf den Regisseur Fritz Lang, der mit dem Stummfilm „Dr. Mabuse, der Spieler“ und dem eindrücklichen „M – eine Stadt sucht einen Mörder“ mit Peter Lorre Kino-Klassiker gedreht hat. Die Bar befindet sich im schmalsten Teil des Gebäudes, das Richtung Gedächtniskirche ausgerichtet ist.

Waldorf Astoria Berlin, Romanisches CaféUnter der Lang Bar im Parterre domiziliert ist das Romanische Café, das mit diesem Namen auf ein beliebtes Künstlerlokal der Vorkriegszeit Bezug nimmt. Die Bar selbst hat schon fast die Grösse eines Monumentalfilms. Um Statisten anzulocken, können ab 18 Uhr für zwei Stunden Cocktail-Klassiker für 9.50 Euro bestellt werden. Davon können wir nun auch profitieren.

Waldorf Astoria BerlinDer junge und freundliche Bartender bringt uns zwei trockene und kühle Martinis in anständiger Grösse. Dazu werden Oliven ohne Steine und geräucherte Mandeln serviert. Papierservietten stehen in genügender Zahl zur Verfügung. Anstelle einer Karte sind die Schnäppchen-Cocktails auf einer Filmdose aufgedruckt. Im Zeitalter des Digitalkinos doppelt originell. Auf einem Stick hätten sie nicht Platz.

Waldorf Astoria Berlin


Waldorf Astoria BerlinDas im Art-Déco-Stil gehaltene Lokal hat angenehmes Licht, die Sofas sind mit blauem Stoff bezogen, die Sessel mit rotem Leder. In dem grossen Raum kommt die tiefe Decke leider voll zur Geltung. Am Boden liegt wie heute üblich Stein statt Teppich. Sollte die Bar einmal voll Statisten sein und am Flügel noch ein Star spielen, dürfte der Tonmeister seine liebe Mühe haben. Wir geniessen es, unsere Martinis im Waldorf-Astoria zu trinken, ohne den langen Weg zur Park Avenue gehen zu müssen.

Waldorf Astoria Berlin, Les Solistes



Gloria-Palast, Blick zur LeinwandAuf dem Grundstück des Waldorf Astoria stand ab 1896 das Romanische Haus. 1925 eröffnet darin der Gloria-Palast, ein Kino im neobarocken Stil, das in der Ausstattung jedem Grandhotel Konkurrenz machen konnte. Hier findet die Premiere von Fritz Langs „Metropolis“ statt. Das Romanische Café befand sich in einem Haus gegenüber.

Gloria-Palast, Foyer



Schimmelpfeng-HausNach dem Krieg wird auf diesem Grundstück das sogenannte Schimmelpfeng-Haus erstellt. Es gilt als Klassiker der Nachkriegsmoderne und stand unter Denkmalschutz. Trotzdem wird das Gebäude 2009 abgerissen. Auf einem Teil dieses Grundstückes steht nun das neue Hotel, ein anderer Teil muss erst noch bebaut werden.

Waldorf Astoria Berlin



Restaurants: Les Solistes, Romanisches Café, Lang Bar; Zimmer: 152 Zimmer & 80 Suiten; Adresse: Waldorf Astoria Berlin, Hardenbergstrasse 28, 10623 Berlin / http://www.waldorfastoriaberlin.com/deu/home

Waldorf Astoria Berlin


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