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Werner Durrer
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Bahnhof PerpignanAn einem sonnigen Nachmittag im Jahre 1969 steht der katalanische Maler Salvador Dali in der Bahnhofshalle von Perpignan. Theatral klopft er mit dem Stock ein paar Mal auf den Boden und ruft: „C’est le centre du monde!“ Nach ein paar Gläsern Banyuls-Wein bin ich geneigt, ihm zuzustimmen.


Palast der Könige von Mallorca, PerpignanUnd das Zentrum von Perpignan liegt über der Altstadt. Es ist der imposante Palast der Könige von Mallorca, von wo wir einen herrlichen Rundblick über die Stadt geniessen können. Am besten beteiligt man sich an einer Palastführung. Die Stadt gehörte im 13.Jahrhundert für sechs Jahrzehnte zum Königreich Mallorca.

PerpignanPerpignan ist die südlichste und wärmste Stadt Frankreichs. In ihr vereinen sich französische und katalanische Kultur. Denn bis vor vierhundert Jahren gehörte die Stadt zu Spanien. Neben Barcelona zählt Perpignan zur zweiten Hauptstadt der Katalanen. Während der Franco-Diktatur fanden hier viele Spanier ihre zweite Heimat.


Castillet, PerpignanDas Castillet verbindet die Altstadt mit den neueren Stadtgebieten. Ehemals Stadttor wurde es im 14.Jahrhundert zu einem Schlösschen umgebaut. Heute dient das imposante Gebäude als Museum für das traditionelle Kunsthandwerk aus der Region.


PerpignanBei unserem Aufenthalt in Perpignan wohnen wir im Park Hotel. Es liegt zentral neben dem Stadtpark, die Zimmer gegen die Altstadt sind sehr ruhig und wir fühlen uns gut aufgehoben. Das Drei-Sterne Hotel bietet eine Bar und ein Gourmetrestaurant. Das reichhaltige Frühstücksbuffett geniessen wir jeden Tag.


Le Pun Jab, PerpignanHoch über dem Fluss La Têt thront das indische Terrassenrestaurant Le Pun Jab. Der Familienbetrieb läuft gut und wird sowohl von Einheimischen wie Touristen frequentiert. Die Familie und die Angestellten sind sehr freundlich, das indische Essen schmeckt ausgezeichnet. So beschliessen wir, das Pun Jab in unseren Ferien noch ein zweites Mal aufzusuchen.  Wir werden bereits wie Stammgäste begrüsst und bedient. So können wir den Reisenden dieses Lokal sehr empfehlen.

Le Pun Jab, Perpignan



Aristide Maillol, Rathaus PerpignanIm Arkadenhof des Rathauses von Perpignan steht die Bronzefigur „La Mediterranee“ von Aristide Maillol. Eine weitere Maillol-Plastik ziert den Place de la Victoire. Der 1861 geborene Bildhauer und Grafiker stammt aus Banyuls-sur-Mer, das etwa dreissig Autominuten von Perpignan entfernt am Meer und kurz vor der spanischen Grenze liegt.

Aristide Maillol, Banyuls-sur-MerAuf unserer Fahrt nach Cadaqués legen wir in Banyuls-sur-Mer unseren ersten Halt ein. Von hier stammt ein süsser Wein, dem Portwein ähnlich. Wir spazieren gemütlich durch die Ortschaft und schauen uns die Weinhandlungen der einheimischen Produzenten an. Am Quai liegt nackt eine Bronzefigur von Maillol.


CadaquésVon Banyuls-sur-Mer führt die Reise in einer Berg- und Talfahrt mit vielen Kurven weiter durch die Ausläufer der Pyrenäen zur einige Kilometer entfernten spanischen Grenze. Unser Ziel ist ein Tagesausflug in das spanische Cadaqués, der nördlichsten Ortschaft an der Costa Brava. Cadaqués liegt auf einer Halbinsel am Cap de Creus, weit im Mittelmeer draussen. Eine Strassenverbindung, die über einen sechshundert Meter hohen Pass führt, existiert erst seit 1908. Von Frankreich kommend fällt Cadaqués durch seine weissgetünchten Häuser auf (auf dem Foto im Hintergrund ersichtlich), wo in Frankreich mediterrane Farben vorherrschen. Die kleine Ortschaft mit 1900 Einwohnern, die an einer geschützten Bucht zwischen grünen Hügeln liegt, lebt vor allem vom Tagestourismus. Die schon immer sehr selbstständig vom Festland auftretenden Einheimischen haben sich für einen sanften Tourismus entschieden. So wurden keine Hotelburgen in die Höhe gezogen. Es gibt nur 500 Hotelbetten, dafür jede Menge Pizzerias.

Cadaqués



Dali-Denkmal, CadaquèsCadaqués war früher eine Künstlerkolonie. Hier wohnten viele Maler, Schriftsteller und Musiker. Die bekanntesten Gäste waren wohl Pablo Picasso, Henri Matisse, René Magritte, Marcel Duchamp, Man Ray, Garcia Lorca und Paul Eluard. Aber noch heute lebt der Ort von der Anziehungskraft Salvador Dalis. Er besass in Cadaqués ein Haus, das auch heute noch besichtigt werden kann. In dieser Villa befindet sich ein Museum, in dem Arbeitsräume von Dali, die Bibliothek und die privaten Räume zu besichtigen sind. Die meisten Räume wurden in dem Zustand belassen, wie Dali sie hinterlassen hat. Durch Salvador Dali fand auch Luis Buñuel den Weg nach Cadaqués. Hier schrieben die beiden die Drehbücher zu den Filmen „Un chien andalou“ und „L’âge d’or“ Buñuel drehte dann auch die Aussenaufnahmen zu „L’âge d’or“ im April 1930 im Cap de Creus. Auf dem Foto sehen wir das Denkmal, das Cadaqués zu Ehren von Salvador Dali am Quai aufgestellt hat. Unten zum Abschluss Dalis Porträts von Buñuel.        

Salvador Dali: Luis Buñuel



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